Quarianer

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Physiologie

Quarianer sind zwischen 1,80m - 1,90m groß und schmal gebaut. Sie haben jeweils 3 Finger und 3 Zehen, die recht lang und kräftig sind. Ebenfalls haben Quarianer leuchtende silbern bis weisse Augen, wobei schwer zu sagen ist, wodurch diese leuchten und auf welche weise Quarianer sehen. Quarianer sind immer in ihren Umweltanzügen anzutreffen und nehmen sie im Grunde nie ab (weder zum Schlafen noch zum Essen). Grund dafür ist ein fast nicht existentes Immunsystem, welches bereits bei minimaler Beanspruchung einbrechen kann und den jeweiligen Quarianer erkranken lässt (dies führt auch zu schnellen Infektionen bei Wunden und zum Tot, sollte es nicht behandelt werden. Der Quarianische Umweltanzug ist in seiner Herstellung sehr teuer. Da unter den Quarianern die Ressourcen immer knapp sind, gibt es wohl kaum einen Quarianer mit mehr als einem Schutzanzug und diesen bekommt er erst wenn er ausgewachsen ist. Marines der Quarianer befestigen eine externe Panzerung an ihren Schutzanzug. Der Quarianische Schutzanzug ist mit teurer wie neuer Tech ausgestattet. Ein Audioverstärker sowie Visglas verbessern ihre optische wie akustische Wahrnehmung. Dies wirkt als Ausgleich zu ihrem gedämpften Tastsinn durch den Anzug. Der Anzug ist in keiner Weise hinderlich und verfügt über Schotten, die im Falle eines Risses im Anzug, Teile des Körpers und des Anzugs voneinander trennen.

Allgemeine Haltung gegenüber Quarianern

Wohl kein Alien im Universum existiert, welches die Quarianer nicht für einen Haufen Schmarotzer, Bettler und diebischer Ratten hält. Dies rührt noch von der Zeit, in der die Quarianer mit ihren Schiffen von System zu System flogen, welche bereits anderen Spezies gehörten. Dort wurden sie ihren Müll los (Sachen die nicht einmal mehr Quarianer verwerten konnten), bauten Asteroiden ab, setzten ihre Verbannten auf Planeten ab und ließen sich nur dazu bewegen sich zu beeilen, indem man ihnen "Geschenke" wie Ersatzteile oder alte Schiffe anbot. Dies gehört zwar mit der Rückeroberung von Ranoch der Geschichte an, allerdings glaubt niemand, dass Quarianer aufhören würden Leute zu bestehlen. Im Allgemeinen gilt, wenn ein Quarianer in den Raum kommt, greift sich erstmal jeder an seine Tasche.

Geschichte Teil 1: Erschaffung und Konsequenz der Geth

Vor mehr als 300 Jahren hatten die Geth die Quarianer von ihrem Heimatplaneten in ihren Raumschiffen ins weitreichende All vertrieben. Davor war die quarianische Rasse allerdings erblüht gewesen, durch eine unverwechselbare Kultur, Wertschätzung für Kunst, die Weisheit ihrer Ahnen und dem nahezu angeborenen Verständnis für Technik und Computer. Daher war es kein Wunder gewesen, dass sie zu ihrem Vorteil und zum Ausgleich ihrer Nachteile, durch ihr damals schon schwachen Immunsystem, sehr weit in Sachen VI-Technologie gearbeitet hatten und illegalerweise auch an KI-Technologie. Die Geth (übersetzt in die Sprache der Quarianer "Diener") waren ihr Meisterwerk gewesen. Er war ein von Außen gesehen syntetischer Arbeiter gewesen, mit einer minimalen VI-Intelligenz. Diese Geth hatten ihnen als Diener und Soldaten zu dienen und sollten damit den Quarianern einen Vorteil ermöglichen. Das Geniale an den Geth (so dachten Quarianer) war, dass sie an sich legale VIs gewesen waren, jedoch durch einen ständigen Austausch mit den Geth in ihrer Umgebung bereits bei 10 vernetzten Geth den KI Level erreicht hatten und so komplexe Aufgaben selbstständig und in Rekordzeit hatten lösen können.

Was die Quarianer nicht vorhergesehen hatten war, dass die Geth sich weiter entwickelt hatten, als man es sich hätte vorstellen können und bald darauf ein Bewusstsein gebildet hatten. Der Moment, an dem die Quarianer das realisiert hatten, war, als immer mehr Einheiten die selbe Frage gestellt hatten: "Hat diese Einheit eine Seele?".

Dies hatte das quarianische Volk in Panik versetzt und ins Chaos gestürzt, woraufhin die politischen Repräsentanten entschieden hatten, die Geth auszulöschen. Als Grund war gegeben worden, dass die Geth sich nicht mehr lange mit der Aufgabe des willenlosen Dieners abgeben würden und für die Bürgerinnen und Bürger dadurch eine Bedrohung darstelle. Viele aus dem Volk der Quarianer hatten sich aber dagegen gestellt. Sie hatten die Geth für die Schöpfung der Quarianer gehalten. Die Vorstellung, eine andere Form von Leben erschaffen gehabt zu haben, war der Meinung vieler Quarianer nach nicht abzustreiten gewesen und sie hätten ihre Schöpfung nicht vernichten, sondern als ein verbündetes Lebewesen behandeln sollen. Dies hatte unweigerlich zu einem Bürgerkrieg geführt, in dem viele Quarianer erschossen worden waren, als sie versucht hatten, Geth-Einheiten zu schützen. Realisierend, was zu dieser Zeit geschehen war, begannen die Geth sich zu wehren. Dies hatte den Bürgerkrieg letzendlich beendet, da die Geth ihnen zu dieser Stufe bereits soweit überlegen gewesen waren, dass die Quarianer auch vereint keine Chance hatten und mit jedem Schiff, was sie besaßen, ihre Heimat verließen. Die Geth hatten ihnen nicht nachgestellt. Wie man später herausgefunden hatte, entschieden sie sich dagegen, ihre Schöpfer zu vernichten.


Geschichte Teil 2: Die Flottille

Liss nar Derera stapft die Treppen der Derera hoch auf dem Weg zum Cockpit, wo der Captain sie erwartet. "Puh, wann ich wohl das letzte mal geschlafen habe", fragt sie sich, als sie schon wieder tief gähnen muss. Es ist durchaus richtig, dass Liss in letzter Zeit wenig geshclafen hatte, das aber aus gutem Grund. Ihre Pilgerreise steht an und sie wird seit mehr als einem Monat schon darauf vorbereitet. Zusätzlich zu ihrer Arbeit am Maschinenraum bekommt sie nun auch Unterricht im Umgang mit Handfeuerwaffen, Notreperatur des Anzugs, Erste Hilfe, Physiologie und Psychologie der Rassen, die sie wahrscheinlich treffen werden würde und so weiter und so fort. Wenn sie dann spät abends noch ins Bett kriecht, hält sie Angst, Aufregung und Vorfreude die ganze Nacht wach. Wieder macht sie jemandem auf der Treppe Platz, der schnell an ihr vorbei musste und reizt die schlaflose Quarianerin.
"Wie lange soll man sowas denn aushalten? Man geht so selten zum Cockpit und trotzdem ist die Treppe immer voll. Ein deutliches Zeichen, dass dieses schrottreife Ding zu voll ist!" beginnt sie zu denken. Sie freut sich sehr darauf, andere Planeten, Rassen und Lebensgewohnheiten kennenzulernen.

17 Millionen Quarianer leben immer in Bewegung ihrer 50.000 Schiffe, von denen bestimmt 80% von anderen Rassen verschenkt werden oder verschrottet werden sollen. Trotz des erbärmlichen Zustandes der Schiffe, schaffen die Quarianer durch eine fast schon natürliche Gabe, gepaart mit ständiger praktischer Arbeit und einem minimalen Verbrauch von Ressourcen, die Schiffe funktionsfähig zu halten. Trotz des Versuches der Quarianer, möglichst unabhängig von anderen Rassen zu bleiben, fehlt es immer an Ersatzteilen, Filtern und anderen lebenswichtigen Teilen. Dies macht das Leben in der Flottille zu einem ständigen Kampf ums Überleben.
Doch die Flottille ist nicht nur ein Kampf um Leben und Tot. Sie ist auch ein Symbol für jeden Quarianer. Für manche Quarianer bildet sie mehr Heimat, als das eine oder andere Individuum anderer Rassen über ihren eigenen Planeten sagen könnte. In der Flottille herrscht (trotz des offiziell gebliebenen Kriegsrechts) Gleichheit auf allen Stufen. Sie hält sich familiär und jeder tut sein möglichstes, andere Quarianer nicht zu stören. Der Besitz gehört (aus reinem Platzmangel) allen. Wenn man etwas hat, was man nicht braucht, gibt man es ab. Dies ist kein Zwang, aber klüger, als es im winzigen Quartier zu horten. So hat zum Beispiel jeder Quarianer einen hochwertigen Anzug und sogar die 5 Admiräle und höchst gestellten der quarianischen Flotte, tragen den gleichen. In den seltensten Fällen hat ein Quarianer 2 Schutzanzüge gleichzeitig, wenn es überhaupt einmal vorkommt.


Politik

Die Quarianer hatten schon auf ihrem eigenen Planeten eine politische Richtung geführt, die sehr ähnlich zu den meisten Ländern auf der Erde gewesen war. Das Volk hatte Repräsentanten gewählt, die wiederum abgestimmt und weitere Repräsentanten gewählt hatten. Zu Zeiten der Flottille hatte sich das System dann stark geändert. Zuerst hatte das Kriegsrecht gegolten und die Bevölkerung hatte sich fügen müssen, während die militärische Führung versucht hatte, mit dieser unkontrollierten Situation allein im All zu sein, zurechtzukommen. Erst später, als sich ein Rhythmus eingegliedert hatte, war eine zweite politische Gewalt neben dem Militär hinzugefügt worden. Diese war rein politisch angelehnt gewesen. Jedes Schiff hatte einen Repräsentanten gewählt, der in einem Rat an Entscheidungen teilgenommen und eigene hervorgebrachte hatte. Diese hatten schlussendlich angeblich das letzte Wort bei Vorgehen der Flottille. Allerdings war das Militär deutlich mächtiger gewesen. So hatte der Captain über schiffsinterne Angelegenheiten entschieden und kümmerte sich auch um Bestrafungen (bei sehr schweren Vergehen entschied der Admiralitätsrat). Der Admiralitätsrat ist von den Captain aller Schiffe gewählt und bildet so die unangefochtenen militärischen Anführer. Ihnen ist es erlaubt, die Entscheidungen der politischen Seite zu überstimmen, sofern alle fünf einstimmig dafür sein. Danach folgt der sofortige Rücktritt der Admiräle.


Pilgerreise

Die Pilgerreise ist symbolisch gesehen der Aufstieg ins Erwachsenenalter. Hierzu werden Quarianer monatelang darauf vorbereitet, völlig allein gestellt zurechtzukommen. Etwas, was wohl kein Quarianer bis zu diesem Zeitpunkt jemals hatte machen müssen. Dazu kommt, dass die Welt, in die sie entlassen werden, nicht einmal annähernd mit der Flottille und der ihnen bekannten Umgebung verglichen werden kann. Eine sehr harte Aufgabe, wenn man das Bild der Quarianer in der Öffentlichkeit betrachtet und ihr einzigartig schwaches Immunsystem bedenkt. Das Ziel der Pilgerreise ist es, mit etwas von Wert für die Flottille Heim zu kehren, ohne, dass dieser Gegenstand auf falsche Weise erworben worden war (stehlen oder morden). Gelangt man an Dinge von entsprechendem Wert, fliegt man zur Flottille zurück, spricht die Losung und sucht sich das Schiff aus, in dem man fortan leben will. Es ist wichtig, dass ein Quarianer niemals zu seinem alten Schiff zurückkehren darf. Dies ist eine Maßnahme, die den Genaustausch ermöglichen soll. Der Captain nimmt das Geschenk entgegen und akzeptiert es auch in den meisten Fällen, sodass der Quarianer das "nar" in seinem Namen ablegen kann und "vas" annimmt. "Nar" bezeichnet in der quarianischen Sprache ein Individuum, dass das Kind von einer gewissen Familie ist. Es wird, wie auch beim "vas", hinter den Vornamen angehängt und anschließend die Eltern beschrieben. "Vas" bedeutet so viel wie (Crew-)Mitglied von einem Schiff zu sein. So erkennt man schon im Namen, ob dieser seine Pilgerreise bereits beendet hat. Bei Nichtakzeptanz des Geschenks wird der Quarianer mit seinem Besitz wieder losgeschickt, etwas anderes zu finden. Dies passiert aber selten und man bringt allein deswegen wertvolle Gegenstände mit, weil diese das Ansehen in der Gesellschaft ausmachen.


(Voraussichtlich folgende Artikel: Rannoch / Jetziges leben mit den Geth / Geth- und Reaperkriege